![]() |
|
Im Vorderen OrientDie erste schriftliche Erwähnung als Heilmittel fand der Kaffee vermutlich unter der Bezeichnung "Bunchum" in den Schriften des Heilkundigen und Philosophen Ibn Sina, bekannt als Avicenna, im 11. Jahrhundert. Er kannte die stimulierende Wirkung der Pflanze. Auch wenn ein halbes Jahrtausend später "Bunc" als ein Wort für die Kaffeebohne genutzt wurde, ist es nicht ganz klar, ob sich der Heilkundige wirklich auf diese Pflanze bezieht.
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts verbreitet sich der Kaffee über die aus religiösen Gründen von vielen Reisenden besuchten Städte Mekka und Medina in ganz Arabien und tritt somit seinen Siegeszug an. Mit der Verbreitung des Kaffees kam, wie später auch beim weniger stark anregenden Kakao, die Frage nach der Legitimität dieses kräftigen Getränks auf, und auch hier hatte der Streit nicht zuletzt religiöse Hintergründe. Muslimen war der Genuß von alkoholischen Getränken streng verboten - viele wichen deswegen auf Kaffee aus. Dadurch dass das Getränk die Sinne stark anregte, mochte es jedoch genauso im Gegensatz zu den asketischen Prinzipien stehen. Letztlich setzten sich die Kaffeetrinker jedoch durch, was auch daran gelegen haben mag, dass die Adeligen des Landes den schwarzen Trunk mittlerweile sehr schätzten. Für die Verbreitung des Kaffees waren die Türken zuständig, zumal sie Ländereien in Syrien, Jemen und Ägypten eroberten und 1517 sogar Mekka und Medina einnahmen. Somit waren die Anbaugebiete des Kaffees in ihrer Hand. Auch viele Jahrhunderte später wird der Kaffee deswegen noch als "Türkentrank" bezeichnet, zum Beispiel in einem bekannten Kinderlied:
"C-A-F-F-E-E, Die Osmanen verbreiteten den Trank in allen Teilen ihres Herrschaftsgebietes bis hin ins südöstliche Europa, wo öffentliche Kaffeehäuser bald die Straßen der Städte prägten. Sie waren Orte der Unterhaltung und Kultur, wo Geschichtenerzähler und Schattentheaterspieler auftraten. 1554 wurde das erste Kaffeehaus in Konstantinopel eröffnet. |
|
|
Gourmetküche |
|